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Onkel Pös Carnegie Hall
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Onkel Pös Carnegie Hall

Onkel Pö war der Kurzname für ein Jazzlokal, das Bernd Cordua und Peter Marxen (der 1967 schon das Jazzhouse in der Brandstwiete gegründet hatte) am Mittelweg im Hamburger Quartier Pöseldorf gründeten. Als das Haus wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, zog Onkel Pös Peu à Peu, wie der Club zunächst mit vollem Namen hieß, nach Eppendorf um und nannte sich fortan als Reverenz an einen weltbekannten Veranstaltungsort in New York City Onkel Pös Carnegie Hall. 

Nach dem Umzug wurde es als ein Szenelokal in den 1970er und 1980er Jahren in Hamburg (Stadtteil Hoheluft-Ost (damals Eppendorf), Lehmweg 44) bekannt; als Gründungsdatum wurde der 1. Oktober 1970 angegeben. Im alten Onkel Pö am Mittelweg war es nicht selten zu Sessions mit den unterschiedlichsten Musikern gekommen; dies wurde auch in Eppendorf beibehalten und die Zuschauer kamen zahlreicher. Das Fernsehen stellte sich ein und das Onkel Pö unter der Leitung von Peter Marxen (Bernd Cordua war ausgeschieden) wurde zum Zentrum der „neuen Hamburger guten Laune“. Der deutsche Rocksänger Udo Lindenberg verewigte das Lokal in seinem Album Alles klar auf der Andrea Doria mit der Textstelle des Songs Alles klar auf der Andrea Doria: „Bei Onkel Pö spielt ne Rentnerband seit zwanzig Jahren Dixieland...“. 

Mitte der 1970er Jahre begann man, von der Hamburger Szene zu sprechen, die einherging mit einem New-Orleans- und Dixieland-Revival. Peter Marxen vereinte Jazz-, Rock- und Popmusik, wobei sich der Akzent im Jazzbereich zunehmend auf den modernen Jazz verlagerte. Es blieb der Clubcharakter, das heißt, man besuchte die Kneipe, weil man andere treffen wollte, und nicht unbedingt wegen der Musik – und so entstand ein Szenetreff; man traf Leute aus der Schallplattenindustrie und vom Rundfunk.